Immer mehr Bauherren achten bei der Auswahl ihrer Baustoffe auf den ökologischen Faktor, auch bei der Sanierung älterer Immobilien spielen nachwachsende und natürliche Rohstoffe eine zunehmende Rolle.
Schafwolle wird seit etwa zwanzig Jahren auch in Deutschland als Dämm-Material verwendet. Besonders zur Dämmung von Dächern ist die Wolle von Schafen sehr gut geeignet, denn hier kommt neben der Wärme- und Schalldämmung auch die natürliche Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit der Schaf Wolle zum Tragen. Bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts kann die Wolle Feuchtigkeit aufnehmen, ohne ihre dämmenden Eigenschaften zu verlieren. Ein weiterer Vorteil des Naturprodukts ist seine schadstoffsanierende Wirkung. Schafwolle ist in der Lage, Formaldehyd abzubauen und weitere schädliche Aldehyde aus der Raumluft zu binden.
Die Verarbeitung von Schafwolle ist relativ einfach, da die Fasern sehr flexibel sind und nicht brechen. Daher ist sie besonders für die Füllung von Hohlräumen zwischen Deckenbalken, aber auch für die Dämmung zwischen Dachsparren geeignet. Das Material wird als Matte oder lose angeboten.
Schafwolle entspricht der Baustoffklasse B 2, ist also normal entflammbar. Die Wärmeleitfähigkeitszahl liegt bei 0,040, damit lässt sich die Wärmeleitfähigkeit von Schafwolle mit der von Holzfaser, Steinwolle, Zellulose oder dem Kunststoff Polystyrol vergleichen.
Übrigens eignet sich Schafwolle nicht nur zur Wärmedämmung, sondern auch zur Schalldämmung, so vergrößert sich der Einsatzbereich dieses natürlichen Baustoffes.