Holzfaser Dämmplatten werden seit dem Beginn der 1990er Jahre industriell hergestellt. Das Holz von Fichte, Kiefer oder Tanne wird zerkleinert und unter Zugabe von Wasser zu Holzbrei verrührt, der zu Platten gepresst wird. Das in der Holzfaser enthaltene Lignin wirkt als Bindemittel, deshalb sind die Dämmplatten frei von chemischen Zusätzen und besonders umweltfreundlich.
Dämmstoffe aus Holzfasern lassen sich gut bearbeiten, das macht diesen Baustoff besonders für Immobilienbesitzer interessant, die handwerklich begabt sind und einige Arbeiten beim Innenausbau selbst ausführen wollen. Die Dämmplatten sind vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Zwischensparrendämmung im Dachbereich, aber auch im Leichtbau werden sie verwendet. Wegen ihrer schalldämmenden Eigenschaft dienen sie ebenfalls zur Trittschalldämmung.
Holzfasern - ein natürlicher Rohstoff aus einheimischen Bäumen
Die Dämmplatten aus Holzfaser werden in die Brandklassen B 1 und B 2 eingeordnet, sie sind schwer beziehungsweise normal entflammbar. Platten aus Holzfaser besitzen gute Wärmedämmeigenschaften, ihre Wärmeleitfähigkeitszahl liegt bei 0,040 bis 0,055. Außerdem sind sie diffusionsoffen, das heißt, sie können viel Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben, ohne ihre dämmenden Eigenschaften zu verlieren.
Und sie besitzen einen weiteren Vorteil. Holzfasern gehören zu den natürlichen einheimischen Rohstoffen, die nachwachsen. Deshalb werden sie von Bauherren auch unter ökologischen Gesichtspunkten eingesetzt, denn Holzfaser-Dämmplatten werden hauptsächlich aus Holzabfällen hergestellt. Weiterhin sind diese Platten wiederverwendbar und, sofern sie nicht imprägniert wurden, auch kompostierbar.