Steinwolle / Glaswolle sind Dämmstoffe mit hervorragenden Dämmeigenschaften. Glaswolle und Steinwolle unterscheiden sich zwar in der Zusammensetzung ihrer Ausgangsprodukte, weisen aber nahezu identische Eigenschaften auf. Sowohl Glaswolle als auch Steinwolle kommen vor allem zur Isolierung von Leichtwänden und Dachschrägen zum Einsatz.
Ausgangsprodukte und Herstellung
Der Hauptbestandteil von Glaswolle ist - wie der Name sagt - Altglas, das etwa zwei Drittel der Gesamtmenge ausmacht. Ihm werden Quarzsand, Kalkstein und Soda zugegeben. Diese Grundstoffe werden miteinander verschmolzen und zu Fadern geschleudert, denen für eine bessere Formstabilität Kunstharze sowie wasserabweisende Stoffe zugegeben werden. Die Herstellung der Steinwolle erfolgt ähnlich. Ausgangsstoffe sind hier vor allem Sand, Kalkstein, Dolomit, Feldspat, Diabas, Basalt und ebenfalls Altglas.
Eigenschaften
Steinwolle / Glaswolle sind vielseitig einsetzbar und leicht zu verarbeiten. Beide haben gute Dämmeigenschaften, sind unbrennbar und diffusionsoffen - das heißt, sie nehmen Kondensfeuchte zunächst auf, geben sie aber hernach wieder ab. Das hat zur Folge, dass Steinwolle und Glaswolle unverrottbar und gegen Fäulnis, Schimmel und Ungeziefer resistent sind, was sie zum bevorzugten Dämmmaterial etwa bei der Isolierung von Dachböden macht. Allerdings sollten sie nicht direkt der Feuchte ausgesetzt werden, da der Dämmwert von Steinwolle / Glaswolle dadurch vermindert wird. Beide Dämmstoffe haben eine gute Wärmeleitfähigkeit, aber nur eine geringe Wärmespeicherfähigkeit.
Keine Krebsgefahr
Nach 1996 hergestellte Glas- und Steinwolle werden von den zuständigen Behörden als nicht krebsverdächtig eingestuft. Seit 1998 sind in der Bundesrepublik Deutschland zudem generell keine Dämmstoffe aus Mineralfasern mehr zugelassen, die krebsverdächtig sind. Die Verwendung moderner Glaswolle und Steinwolle ist daher unbedenklich.