Klinker Steine sind unter sehr hohen Temperaturen gebrannte Ziegel. Die Temperatur beim Brennprozess ist so hoch, dass der Sinterprozess am Klinker Stein beginnt und sich dessen Poren schließen. Dadurch nehmen Klinker kaum Wasser auf, eine Klinker Fassade ist also sehr wetterfest. Gleichzeitig ist ein Klinkerstein sehr widerstandsfähig. Den Namen haben die Klinkersteine vom hohen Klang, wenn man zwei Klinker Steine gegeneinander schlägt.
Material der Klinker
Klinker Steine bestehen aus Feldspäten, Schamotte oder rot- und weißbrennenden Tonen. Die Farbnuancen der Klinkersteine werden durch Zuschläge in der Rohmasse erreicht, sie sind sehr vielfältig. Eine Klinkerfassade muss daher keinesfalls immer rot sein, es sind theoretisch fast alle Farben möglich. Um die Klinkersteine herzustellen, werden die Ausgangsstoffe mit Wasser vermengt und im Strangpressverfahren geformt. Wenn ein denkmalgeschütztes Bauwerk eine neue Klinker Fassade benötigt, kann der Klinker Stein auch von Hand geformt werden. Nach der Formung folgt die Trocknung, der Klinkerstein verliert dabei 97 Prozent Wasser und wird anschließend zwischen 1.100 bis 1.300° Celsius im Tunnelofen gebrannt.
Vorteil der Klinkerfassade
Besonders wegen seiner Frost- und Regenbeständigkeit ist der Klinker Stein für Fassaden gut geeignet. Für eine Klinker Fassade lassen Architekten gern besonders geformte Klinker herstellen, die ansonsten der DIN 4051 unterliegen. Bei einer Klinkerfassade lassen sich die unterschiedlichsten Formelemente mittels Klinkerstein aufmauern, hierdurch entstand der sehr eigene Baustil des Klinkerexpressionismus.