Der Lüftungskanal ist ein Bestandteil der Lüftungsanlage und dient dem Lufttransport. Die Lüftungskanäle transportieren Frischluft nach innen und verbrauchte Luft nach außen, sie bestehen aus runden oder rechteckigen Bauteilen, also Kanälen beziehungsweise Wickelfalzrohren.
Dichtigkeit der Lüftungskanäle
Im Lüftungskanal wird die Dichtigkeit in Klassen definiert, sie hat Einfluss auf die Betriebs- und Baukosten. Ein weiteres relevantes Merkmal der Lüftungskanäle ist ihre Stabilität. Diese wird durch die Materialdicke und den SBM-Flange (Luftkanalprofilrahmen) bestimmt, worüber der Lüftungskanal verschraubt wird. Das Material ist in der Regel verzinktes Stahlblech, für besondere Anforderungen verwendet man Lüftungskanäle sowie Rohre aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff.
Kanalnetzrechnung
Die Komponenten der Anlage sollen exakt dimensioniert sein, um einerseits absolut im Kostenrahmen zu bleiben und andererseits zu gewährleisten, dass sich im Betrieb die erforderlichen Volumenströme tatsächlich einstellen. Zur Luftkanalnetzberechnung werden der Außen- und der Zuluftstrom sowie die Ströme von Abluft, Fortluft, Umluft und Mischluft herangezogen. Jede Situation verursacht andere Volumina der entsprechenden Ströme, sie müssen daher situationsbedingt unterschiedlich ausgelegt werden. Der Lüftungskanal wird deshalb in seiner Dimensionierung über ein Rechnerprogramm und entsprechende Algorithmen geplant. Die Parameter ergeben sich aus der Anwendung, es müssen Strömungskennzahlen, Widerstandsbeiwerte, Rohrreibungswerte und Luftgeschwindigkeiten sowie Luftvolumina berücksichtigt werden. Der Rechner setzt die Bernoullische Gleichung ein, den Zetawert (Reibungskennziffer) der Formstücke, den R-Wert der Quadratrohre und die Kontinuitätsgleichung.