Ohne solche HT-Abzweige ist eine fachgerechte und sichere Sanitärinstallation undenkbar. Überall, wo Abwässer durch Fall-Rohre entsorgt werden, kommen diese Abzweigrohre zum Einsatz, um beispielsweise beliebig viele Verbraucher (vorzugsweise in mehreren Etagen) an das vorhandene Entsorgungssystem anzubinden. Die verschiedenen Winkel-Modelle berücksichtigen dabei alle baulich erdenklichen Abwasserzuführungen, ganz gleich, ob sie nun geringfügig oder erheblich über dem geplanten HT-Abzweig liegen.
HT-Abzweige bestehen aus so genanntem Polypropylen (auch Polypropen), einem Thermoplast-Werkstoff mit besonderen Eigenschaften. Insbesondere die Resistenz gegenüber aggressiven organischen Lösungen, Laugen, Säuren und Fetten sowie die Beständigkeit gegen heiße Flüssigkeiten und Feuer macht das mit PP abgekürzte Material ideal für derartige Anwendungen. Außerdem sind die Abzweige geruchlos und hautfreundlich, was die Verarbeitung erleichtert.
Abhängig von den Bedingungen vor Ort können HT-Abzweige mit verschiedenen Winkeln eingesetzt werden. Erhältlich sind Abzweige mit Winkeln von 45˚, 67˚und 87˚. Auch bei den Rohleitungen selbst erlauben die unterschiedlichen Größen vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Die Bezeichnung der Abzweige leitet sich vom jeweiligen Außendurchmesser des Abwasserrohres ab (= Nennweite) und entspricht mit 50 mm (DN 50), 75 mm (DN 75) und 110 mm (DN 110) ebenso wie die verschiedenen Winkel der ISO-Norm. Dabei hat die Ausführung mit dem 45˚-Winkel zwar den kleinsten Winkelwert, aber das größte Gefälle. HT-Abzweige mit 87˚ sind dagegen schon beinahe rechtwinklig.