KG-Rohre sind Kanalgrundrohrleitungen aus Kunststoff. Sie werden benötigt, um den Abwassertransport im Erdreich von einem Gebäude bis in die Kanalisation oder in die Klärgrube zu gewährleisten. In der Regel können KG Rohre an ihrer orange-bräunlichen Färbung erkannt werden. Mittlerweile werden jedoch auch häufig die charakteristisch grünen KG 2000 Rohre eingesetzt. Sie werden in verschiedenen Durchmessern, etwa von 100 bis 500 Millimetern, angeboten.
Verlegung der KG-Rohre und KG 2000
KG Rohr und KG 2000-Rohre dürfen nur außerhalb von Gebäuden verlegt werden. Zum einen würden sie sich bei dauerhaften Abwassertemperaturen über 65 Grad Celsius verformen bzw. ausgasen und zum anderen bieten sie einen schlechteren Schallschutz als HT-Rohre.
Wichtig bei der Verbauung der KG-Rohrleitung ist die Einhaltung des Gefälles von Haus zu Kanalanschluss. Hierbei sind vielerlei Fakten zu berücksichtigen, beispielsweise welchen Durchmesser das KG Rohr hat. Die entsprechenden DIN-Normen geben hierüber Aufschluss. Oft wird mit einem Gefälle von 1 %, also mit einem Centimeter Gefälle auf einem Meter, gearbeitet.
Die einzelnen Rohrleitungen werden mittels Steckmuffe verbunden. Ein Dichtring sorgt dafür, dass die Leitung entsprechend abdichtet.
Maße und Längen der KG Rohre
So wie es unterschiedliche Durchmesser bei KG-Rohrleitungen gibt, so werden sie auch in unterschiedlichen Längen, Maßen und Formen angeboten. Gängig sind Längen von 0,5 bis zwei Metern. Ziel ist es, einen vernünftigen Anschluss vom Haus bis in den Kanal zu legen. Kaum ein Bauherr kommt daher ohne Bögen und Abzweige aus KG-Rohrleitung aus.
Sinnvoll sind auch Rohre mit einer Reinigungsöffnung. So ist später gewährleistet, dass bei etwaigen Verstopfungen die Rohrleitungen nicht beschädigt werden müssen.