Ein Dach mit Begrünung bietet nicht nur ökologische Vorteile
Eine Dachbegrünung bietet gegenüber herkömmlich gedeckten Dächern nicht nur ökologische Vorteile, sie ist auch ein außergewöhnlicher Blickfang. Gerade in Städten wird eine Begrünung des Daches zum wertvollen Biotop, der nicht nur den Pflanzen sondern auch vielen Nutzinsekten Zuflucht und Nahrung bietet. Außerdem ist eine Verbesserung der Luft durch Sauerstoff produzierende Gräser oder Moose zu erwarten. Niederschläge werden in einem gewissen Umfang zurückgehalten.
Auch die zuweilen geäußerte Befürchtung, die Vegetation könnte das Dach allmählich zerstören, ist völlig unbegründet. Im Gegenteil, das aufgebrachte Substrat schützt das Dach und verlängert die Lebensdauer. Zudem wirkt eine Dachbegrünung temperaturausgleichend, sie schützt im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte.
Voraussetzungen für eine Dachbegrünung
Leider sind nicht alle Dächer zum Begrünen geeignet. Ideal ist eine Dachneigung zwischen fünf und maximal 15 Grad, in diesem Fall muss das Substrat nicht speziell gegen das Abrutschen gesichert werden. Besonders Garagen oder Carports erfüllen diese Voraussetzung und lassen sich effektvoll begrünen. Bevor das Substrat aufgebracht wird, sind jedoch noch eine wasserableitende Drainageschicht und ein Durchwurzelungsschutz nötig. Außerdem muss das Dach das Gewicht der Dachbegrünung tragen können. Als Bepflanzung eignen sich Wildkräuter und Wildgräser, aber auch Moose und Mauerpflanzen. Viele dieser Sedumarten überstehen auch lange Trockenperioden.