Eine kurze Frage kann eine lange Geschichte erzählen … z.B. diese Kundenfrage vom Freud und Leid der Dachbewohner.

Zwar ist so ein Dachgeschoss eine tolle Sache, man thront über allen Dingen, hat häufig einen wunderschönen Blick und auf dem Balkon seine Ruhe. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten bzw. genau der fehlt im Sommer. So manch ein Dachbewohner stöhnt, vor allem in der Nacht schlaflos, unter der Hitze und sehnt sich nach einer Abkühlung.

Die ersehnte Abkühlung

Die kommt ja dann auch, allerdings gerade im Sommer gerne in Form eines heftigen Starkregens. Und wieder ist an Schlaf nicht zu denken, denn so ein prasselnder Sommerregen kann auf einem Dach einen durchhallenden Effekt haben. In einer Art, die so manchen Drummer von Phil Collins bis Charlie Watts vor Neid erblassen lässt. 

Dacheindeckung - in all ihrer Vielfalt

Das unerwünschte Konzert

Wir gehen stark davon aus, dass unserem Kunden dieser Umstand wohl bekannt war, als er nach den unterschiedlichen Schallschutzeigenschaften von Dachziegeln und Betonsteinen fragte. Hier konnten wir wie folgt Auskunft geben: Dachziegel und Betondachsteine haben praktisch vergleichbare Schallschutzwerte. Der geringe Unterschied von (+/- 2dB) liegt im nicht-wahrnehmbaren Bereich. Bei Prüfungen von Dachaufbauten mit Aufdachdämmung (Holzweichfaserplatten) und unterschiedlichen Dacheindeckungen wurde festgestellt, dass Dachziegel / Betonsteine ein Schalldämmmaß von ca. Rw=48dB haben.

Im Vergleich dazu haben Metalleindeckungen ein Schalldämmmaß Rw= 44 dB. Allerdings wirken Metalldächer zusätzlich als "Resonanzkörper" und Regentropfen verstärken sich zu einem deutlich lauteren Geräusch - ähnlich einer Trommel. Dieser Effekt ist bei Dacheindeckungen mit Tondachziegel und Betondachsteinen so gut wie nicht vorhanden. Das dürften aber vermutlich nur Phil Collins und Kollegen bedauern. Diesen hartgesottenen Drummer ist ein Wellplatten-Dach vermutlich dem Himmel sehr nah. 

Holzfaser - einfach ein idealer Dämmstoff

Weiterer Schutz

Uns anderen sei noch ans Herz gelegt, dass eine Dämmung, wie z.B. aus ökologischer Holzfaser eine deutlich größere Wirkung auf den Schallpegel haben als die Dacheindeckung an sich. Mit einem gut durchdachtem Dachaufbau bleibt zudem nicht nur der „Drummer“, sondern auch die Hitze außen vor.